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Wie funktioniert diese Trompete? Ein altes Instrument in einer Glasvitrine kann nicht ausprobiert werden. Ganz anders ist es am Tag des offenen Denkmals. Da können alte Gebäude betreten werden, man kann nachfragen und den Raum auf sich wirken lassen.
"Sein & Schein - in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege" - so lautet das diesjährige Motto am Tag des offenen Denkmals. Auch die Kirchen St. Nicolai und Unser Lieben Frauen in Burg öffnen am 12. September von 11.00 bis 17.00 Uhr für alle interessierten Besucher ihre Türen. Wir laden dazu ein, den Kirchenraum auf sich wirken zu lassen und getreu dem Motto nach Sein und Schein in den 800 Jahre alten Mauern zu suchen. Dabei wird schnell auffallen, dass beide Burger Stadtkirchen sehr schlicht ausgestattet sind und sich zu keiner Zeit himmlische Deckenbemalungen oder marmorne Säulenverkleidungen leisten konnten. Insofern sind sie ein Beispiel, wie nackt und kahl sich das Sein zeigt, wenn alle Bemalung und Verkleidung fehlt. Manche Besucher entdecken die Stellen, wo der Putz abgebröckelt ist. Manche vermissen Gold und Schmuck. Aber das genau ist der große Schatz unserer Kirchen. Sie zeigen sich, wie sie sind. Man sieht die Bauspuren, die Fugen, das Material. Und insofern dürfen wir davor stehen, und können ehrlich auf die Geschichte sehen. So wie ein ehrlicher Blick auf das eigene Leben heilsam ist, wenn man nichts verbergen und verstecken muss. Wenn man nicht so tun muss, als ob... Wenn man so sein darf, wie man ist. Unsere Kirchen laden dazu ein, die Schlichtheit und Einfachheit des Lebens zu entdecken in mittelalterlichen Mauern, die seit 800 Jahren so dastehen und eine große innere Würde und Ruhe ausstrahlen. Am Tag des offenen Denkmals kann man diesen Spuren der Würde und Ruhe folgen. Zu diesem Thema lädt auch ein Gottesdienst am Sonntag um 11.00 Uhr in der Kirche Unser Lieben Frauen ein. Herzliche Einladung! Die Nicolaikirche wird nach dem Tag des offenen Denkmals geschlossen und es beginnt ein neuer Bauabschnitt. Fenster und Fußboden werden dann restauriert. Man kann also noch einmal einen Blick auf den alten Fußboden werfen und auf den alten Zustand der Fenster. In Probeflächen kann auch schon darüber gefachsimpelt werden, wie der neue Fußboden aussehen wird. Und die Arbeiten des vorangegangenen Bauabschnitts können bewundert werden. Denn die hölzerne Tonnendecke ist wieder geschlossen, nachdem der Dachstuhl vollständig restauriert werden konnte. Da gibt es nun wirklich Sein & Schein zu bewundern, denn nicht alle Muster der Tonnendecke sind "echt" - manche sind aus Holz aufgesetzt, manche sind gemalt. Erkennen Sie auf einen Blick den Unterschied?


Es sind noch Plätze bei unserer Busfahrt nach Halle frei:
Ausflug nach Halle in die Franckeschen Stiftungen
„Waisenhaus, Bibliothek und Wunderkammer“
Am 29. September 2021
tauchen wir ein in die einzigartige Geschichte einer Schulgründung für Waisenkinder am Ende des 17. Jahrhunderts. Heute ist das Ensemble UNESCO-Weltkulturerbe. Was mit einer Armenschule und einem Waisenhaus begann, entwickelte sich in wenigen Jahrzehnten zu einem großen Reformprojekt mit eigener Bibliothek, Apotheke und Krankenhaus. Nicht weniger als eine »Weltveränderung durch Menschenveränderung« wollte August Hermann Francke erreichen. Als einzige europäische Wunderkammer des Barock ist die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen vollständig erhalten.
Programm:
-Busfahrt nach Halle (Saale)
-Führung durch die historische Schulstadt
-Kaffee und Kuchen vor Ort
-Besuch von Museum und Wunderkammer
-Rückkehr ca. 19.00 Uhr
Abfahrt:
11.20 Uhr Burg / Oberkirche
11.30 Uhr Ihleburg
11.40 Uhr Parchau
11.50 Uhr Burg / Rolandplatz
12.00 Uhr Detershagen
Teilnehmerbeitrag: 35,00 € pro Pers.
Anmeldung:
im Pfarramt: Tel. 944430
bei Pfr. Peter Gümbe
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