Andacht - Neues Projekt

Burg bei Magdeburg
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Liebe Gemeindeglieder,
liebe Leser unseres Gemeindebriefes!

 
Was machen wir im Garten? Sobald die Sonne herauskommt, geht die Gartenarbeit wieder los. Gartenliebhaber freuen sich darauf. Es geht wieder los! Endlich hat die Winterpause ein Ende. Es kann wieder in der Erde gegraben werden. Beete werden vorbereitet. Man ist froh, wieder draußen sein zu können.
 
Manche warten lieber, bis es richtig warm geworden ist und freuen sich dann am Liegestuhl oder an der Sitzecke auf der Terrasse. Und dann kommen die Grillabende mit Freunden. Ist es das, was wir mit Garten verbinden? Arbeit und Ausruhen. Natur und Geselligkeit. Fleiß und Entspannung.
 
Eine Bedeutung des Gartens möchte ich gern ergänzen. Mir fällt Jesu Gebet im Garten Gethsemane ein. Aber was macht er eigentlich im Garten? Er möchte nicht allein sein und nimmt seine Jünger mit. Im Garten Gethsemane lässt er sie sich setzen und geht noch ein Stück mit seinen engsten Gefährten. Schließlich bittet er seine besten Freunde, mit ihm wach zu bleiben, ihn aber allein beten zu lassen. Er möchte allein sein und doch in der Nähe seiner Freunde. In seinem Gebet ist Jesus hin- und hergerissen. Er hat Angst vor seiner bevorstehenden Verhaftung und Folter. Er bittet Gott, ihm das Schlimmste zu ersparen. Dann aber spricht er aus, dass er im Vertrauen auf Gott alles ertragen will. Tiefste Verzweiflung und größter Glaube an Gott, den er liebevoll Vater nennt, wechseln sich ab. Jesus schaut nach seinen Freunden, können sie ihm helfen? Sie schlafen. Er weckt sie. Dann geht er wieder tiefer in den Garten, um allein zu sein.
 
Für Jesus ist der Garten Gethsemane der Ort, wo er hin- und hergerissen sein darf. Keine äußere Form zwängt ihn ein. Alles ist offen. Sein Glaube ist auf der Suche. Unsicherheit und Vergewisserung dürfen nebeneinander bestehen. Und so wird der Garten zum Sinnbild für die innere Suche nach Orientierung in unsicherer Zeit. An Gott glauben, heißt, auf der Suche sein zu dürfen.
 
Als Erinnerung an diese alte Bedeutung des Gartens wird die Geschichte von Jesus in Gethsemane auch im Kirchenpavillon auf der Gartenschau zu sehen sein. Dort sind wir alle eingeladen, Kirche als offenen Garten zu erleben!
 
Am 21. April beginnt in Burg die Landesgartenschau. Unser Kirchenpavillon ist jeden Tag geöffnet und freut sich über Besucher. Von Montag bis Samstag findet immer um 12.00 Uhr eine Mittagsandacht statt. Jeden Sonntag um 12.00 Uhr feiern wir Gottesdienst im Kirchenpavillon. Dazu gibt es viele Veranstaltungen, Musik, Theater, Vorträge. Schauen Sie doch einfach vorbei! Der Kirchenpavillon steht in den Ihlegärten (Schusterinsel) und ist von der Hainstraße und vom Breiten Weg aus auch ohne Eintrittskarte jederzeit offen!

 
Ihr Pfr. Peter Gümbel


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