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„Stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und tut sichere Schritte mit euren Füßen! Jagt dem Frieden nach mit jedermann, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte!“ (Hebr 12,12.14)

Als vor 500 Jahren in Brüssel zwei Augustinermönche auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurden, weil sie zum evangelischen Glauben übergetreten waren, überlegte Luther, wie er allen Menschen dieses Unrecht bekannt machen könnte.

Es gab noch nicht viele Möglichkeiten, Nachrichten zu verbreiten. Aber eins war sicher, die Leute hörten hin, wenn die Bänkelsänger von Dorf zu Dorf zogen und ihre Moritaten sangen, von den Verbrechen in der Welt und dem Unglück und Drama, das sich irgendwo zugetragen hatte.
 
Das war der „Tatort“ des 16. Jahrhunderts, Sonntag 20.15 Uhr auf dem Bänkel vor dem Haus. Und so dichtete Luther sein erstes Lied in der Form eines Bänkelgesangs. Sein Erfolg damit war so groß, dass weitere Lieder entstanden von ihm und von anderen.

Vor 500 Jahren gab dann ein Nürnberger Buchdrucker das erste Liederbuch heraus mit genau 8 Liedern, die nun auch im Gottesdienst gesungen wurden. Das Gesangbuch war erfunden. Vor genau 500 Jahren! Eine Tradition war entstanden, die für uns bis heute prägend ist: Lieder zu singen und uns in unserem Glaubensmut zu stärken.

Eine kleine aber so wichtige Waffe gegen die Hoffnungslosigkeit unserer Zeit. So wie das letzte Zeugnis, das wir von Dietrich Bonhoeffer vor seiner Hinrichtung haben, seine Zeilen sind, die wir bis heute singen: Von guten Mächten wunderbar geborgen!

In allem Unfrieden und in aller Spannung dieser Tage haben wir als Christen eine Berufung: Jagt dem Frieden nach mit jedermann, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte! Manchmal sind es nicht die neusten Lösungen, sondern die ganz alten Rezepte. Der Glaube an das Gute im anderen; der Glaube an eine Zukunft, die Gott für jeden von uns bereitet hat; der Glaube, dass wir das Böse nicht mit dem Bösen, sondern nur mit dem Guten besiegen.
 
Ihr Peter Gümbel
 
 
Wichtige Änderungen:
 
Das für den 20. Januar geplante Neujahrskonzert des Landespolizeiorchesters ist verschoben worden. Neuer Termin: 17. Februar, 16.00 Uhr in der beheizten Parchauer Kirche! Herzliche Einladung!
 
Wir bauen immer noch im Gemeindehaus! Die Bildergalerie kann Ihnen einen Eindruck verschaffen, wie weit die Arbeiten inzwischen sind. Allerdings kann die Lesung zum Internationalen Holocaustgedenktag am 27. Januar nicht wie geplant stattfinden, da das Treppenhaus noch nicht genutzt werden kann. Wir werden den Gottesdienst am 28. Januar um 11.00 Uhr in der Oberkirche unter das Thema „Holocaustgedenken“ stellen.
 
Der Weltgebetstag wird im Gemeindehaus stattfinden können. Bis dahin wird der Bau abgeschlossen sein!
 
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